Vergütungsbericht

Bericht vom 23. März 2021

Vergütung des Vorstands

Ziel der Vorstandsvergütung ist es, die persönliche Leistung – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens – angemessen zu entlohnen und eine Motivation für eine erfolgreiche Unternehmensführung zu schaffen. Dabei orientiert sich die Vergütung an branchen- und landesüblichen Standards.

Festlegung der Vorstandsvergütung

Der Vorschlag für die Vorstandsvergütung wird vom Personalausschuss erarbeitet, dem Plenum des Aufsichtsrats vorgestellt und von diesem beschlossen. Die Vergütung wird jährlich durch den Aufsichtsrat überprüft.

Im Übrigen ist der Aufsichtsrat dazu berechtigt, die Bezüge des Vorstands insgesamt um einen angemessenen Betrag herabzusetzen, falls sich die Lage des Unternehmens so verschlechtern sollte, dass eine Weitergewährung dieser Vergütung nicht tragbar wäre.

Höhe und Struktur

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus drei Komponenten:

  • einer erfolgsunabhängigen Vergütung (Festvergütung),
  • einer erfolgsabhängigen Bonusregelung aus vier Bestandteilen sowie
  • Aktienoptionen.

Die Höhe der Festvergütung wurde, wie vertraglich vorgesehen, mit Wirkung zum 1. Januar 2020 angepasst.

Erfolgsunabhängige Vergütung

Die Höhe der Festvergütung ist abhängig von der übertragenen Funktion und Verantwortung sowie von branchen- und marktüblichen Rahmenbedingungen, die sich vor allem an anderen börsennotierten kleineren und mittleren Unternehmen aus der Biotechnologiebranche und aus verwandten Branchen (zum Beispiel MedTech) orientieren. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt.

Erfolgsabhängige Vergütung

Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem auf ein Jahr bemessenen Bonus I, einem langfristigen, auf drei Jahre bemessenen Bonus II sowie aus zwei zusätzliche Bonusoptionen (Bonus III und Bonus IV), die an die Erreichung besonderer strategischer Unternehmensziele geknüpft sind, zusammen.

Der erfolgsabhängige Bonus I wird vom Aufsichtsrat nach einer entsprechenden jährlichen Leistungsbeurteilung und nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Maßstab für den Bonus I sind die Geschäftsentwicklung der 4SC und der Erreichungsgrad vorab definierter individueller sowie allgemeiner Unternehmensziele. Diese Ziele betreffen unterschiedliche strategische Themen aus den Bereichen klinische Entwicklung, Business Development, Strategie, Investor Relations und allgemeines Management, die nach Prioritäten für die weitere Geschäftsentwicklung gewichtet werden.

Der Aufsichtsrat beschließt in seiner ersten Sitzung des folgenden Kalenderjahres über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus I ist zahlbar unmittelbar nach der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt. Zusätzlich zur Grundvergütung und zum kurzfristigen Bonus I erhält der Vorstand einen auf drei Jahre bemessenen langfristigen Gehaltsbestandteil (Bonus II), der eine nachhaltige Unternehmensentwicklung fördern soll. Der Bonus II basiert auf persönlichen und unternehmensspezifischen Zielen, die zu Beginn des ersten Geschäftsjahres der Zielerreichungsperiode vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Anspruch auf Zahlung des Bonus II hängt davon ab, dass diese Ziele im Rahmen einer auf drei Jahre festgelegten Periode erreicht werden. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt.

Der Aufsichtsrat entscheidet in seiner ersten Sitzung nach Ende der jeweiligen Zielerreichungsperiode über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus II ist zahlbar unmittelbar nach Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung der dreijährigen Zielerreichungsperiode.

Als weiteren variablen Bestandteil erhält der Vorstand einen Bonus III für den Fall, dass die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb veräußert bzw. verschmolzen wird. Die Bonuszahlungen sind in diesem Falle prozentual an den jeweiligen Veräußerungserlös bzw. an die Wertsteigerung des Unternehmens geknüpft. Bei einer Veräußerung reduzieren unter bestimmten Umständen Beteiligungen an Kapitalerhöhungen von bestehenden Großaktionären den zur Berechnung heranzuziehenden Veräußerungserlös. Der Bonus III ist in der Maximalsumme auf 25 Mio. € gedeckelt. Bei einer unvorhersehbaren Veränderung der Sachlage kann der Aufsichtsrat den Bonus III angemessen begrenzen.

Einen Bonus IV erhält der Vorstand dann, wenn es zu einer Lizenzvereinbarung mit einem der 4SC-Produkte kommt. Die Bemessungsgrundlage für die Zahlungen stellen dabei die jeweiligen an die Gesellschaft zu leistenden Zahlungsflüsse bis zu einer möglichen Zulassung dieser Produkte dar. Der Bonus IV ist jedoch in Höhe von maximal 25 Mio. € gedeckelt. Bei einer unvorhersehbaren Veränderung der Sachlage kann der Aufsichtsrat den Bonus IV ebenfalls angemessen begrenzen.

Aktienoptionen

Als weitere Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung nutzt das Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, sogenannte ESOPs (Employee Stock Option Programs), an denen sowohl der Vorstand als auch alle Mitarbeiter partizipieren. Im Rahmen dieser Programme wurden an den Vorstand im Jahr 2016 und zuletzt im Jahr 2018 Aktienoptionen ausgegeben, die zum Bezug von 4SC-Aktien berechtigen. Detaillierte Informationen über den aktuellen Optionsbesitz sind im IFRS-Anhang 2020 im Kapitel 9.1 aufgeführt.

Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Loveridge sieht vor, dass im Falle eines Kontrollerwerbs durch einen Dritten und einer in diesem Zusammenhang stehenden Vertragsauflösung für die Restlaufzeit des Vertrags die Bezüge (Fixgehalt plus Bonus I & II) vollständig ausbezahlt werden, mindestens aber für eine rechnerische Restlaufzeit von sechs Monaten. Des Weiteren sind im Falle des Kontrollerwerbs und für die vertragsgemäße Beendigung des Dienstverhältnisses die Regelungen zum Verfall von Aktienoptionen für das Vorstandsmitglied aufgehoben, d. h. alle an den Vorstand bis zum eventuellen Trennungszeitpunkt ausgegebenen Aktienoptionen würden dem Vorstandsmitglied verbleiben – unabhängig von der Beendigung des Dienstverhältnisses. Darüber hinaus bestehen keine Leistungen an das Vorstandsmitglied nach Beendigung des Vertragsverhältnisses oder aus Anlass der Beendigung des Vertragsverhältnisses.

Im Hinblick auf die Einhaltung der Kodexempfehlungen zur Vorstandsvergütung wird auf die Erläuterungen in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verwiesen.

Vorstandsvergütung für das Jahr 2020

Insgesamt erhielt der Vorstand der 4SC AG im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 716 T €. Eine detaillierte Aufstellung des individuellen Gehalts des Vorstands ist im IFRS-Anhang 2020 im Kapitel 9.1 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.

 Gewährte Zuwendungen
in Tausend Euro
Dr. Jason Loveridge
2019 2020 2020
(Min)
2020
(Max)
 Festvergütung 377 400 400 400
 Nebenleistungen  0 0 0 0
 Summe  377 400 400 400
Einjährige variable Vergütung -6 40 0 40
Mehrjährige variable Vergütung
Aktienoptionsplan 2016 (Laufzeit 3 Jahre) 33 24 24 24
Aktienoptionsplan 2018 (Laufzeit 3 Jahre) 341 203 203 203
Langfristige Boni; Laufzeit 3 Jahre
  2017 – 2019 -86 29 0 20
  2019 – 2021 20 20 0 20
Summe 679 716 627 707
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 679 716 627 707

 

 

Zufluss für das Geschäftsjahr
in Tausend Euro
Dr. Jason Loveridge
2019 2020
Festvergütung 377 400
Nebenleistungen 0 0
Summe 377 400
Einjährige variable Vergütung 21 27
Mehrjährige variable Vergütung
Aktienoptionsplan 2016
(Laufzeit 3 Jahre)
0 0
Aktienoptionsplan 2018
(Laufzeit 3 Jahre)
0 0
Langfristige Boni,
Laufzeit 3 Jahre
2017-2019 0 27
Summe 398 454
Versorgungsaufwand  0 0
Gesamtvergütung 398 454

Haftungsversicherung (D&O)

Die aktuellen D&O-Versicherungen der Gesellschaft für den Vorstand enthalten den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt.


Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erhält eine Festvergütung, da dies aus Sicht der Gesellschaft dazu führt, dass das Interesse des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet ist.

Festlegung der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats beruht auf dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Juni 2016.

Höhe und Struktur

Die jährliche Grundvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied beträgt 18 T €, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats die doppelte Vergütung erhält, sein Stellvertreter die 1,5-fache. Die Mitgliedschaft in Ausschüssen honoriert das Unternehmen mit 5 T € pro Ausschussmitgliedschaft, wobei der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses das 1,5-fache erhält.

Aufsichtsratsvergütung für das Jahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 188 T €. Die Aufstellung über die individuelle Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist im Kapitel 9.2 des IFRS-Anhangs 2020 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.

Diese Seite teilen:

Folgen Sie uns auf: