Vergütungsbericht

Bericht vom 21. März 2018

Der Vergütungsbericht, der die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vergütung für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Gesellschaft erläutert, ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts sowie des Berichts zur Corporate Governance. Die Vergütungssysteme des Unternehmens berücksichtigen die gesetzlichen Vorschriften und größtenteils die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Vergütung des Vorstands

Ziel der Vorstandsvergütung ist es, die persönliche Leistung – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens – angemessen zu entlohnen und eine Motivation für eine erfolgreiche Unternehmensführung zu schaffen. Dabei orientiert sich die Vergütung an branchen- und landesüblichen Standards.

Festlegung der Vorstandsvergütung

Der Vorschlag für die Vorstandsvergütung wird vom Personalausschuss erarbeitet, dem Plenum des Aufsichtsrats vorgestellt und von diesem beschlossen. Die Vergütung wird jährlich durch den Aufsichtsrat überprüft.

Im Übrigen ist der Aufsichtsrat dazu berechtigt, die Bezüge des Vorstands insgesamt um einen angemessenen Betrag herabzusetzen, falls sich die Lage des Unternehmens so verschlechtern sollte, dass eine Weitergewährung dieser Vergütung nicht tragbar wäre.

Höhe und Struktur

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus drei Komponenten:

  • einer erfolgsunabhängigen Vergütung (Festvergütung),
  • einer erfolgsabhängigen Bonusregelung aus vier Bestandteilen sowie
  • Aktienoptionen.

Die Höhe der Festvergütung wurde zuletzt im September 2016 im Rahmen der Neueinstellung von Dr. Jason Loveridge als Vorstandsvorsitzender angepasst.

Das gegenwärtig bestehende Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung am 9. Mai 2014 gebilligt.

Erfolgsunabhängige Vergütung

Die Höhe der Festvergütung ist abhängig von der übertragenen Funktion und Verantwortung sowie von branchen- und marktüblichen Rahmenbedingungen, die sich vor allem an anderen börsennotierten kleineren und mittleren Unternehmen aus der Biotechnologiebranche und aus verwandten Branchen (zum Beispiel MedTech) orientieren. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt.

Erfolgsabhängige Vergütung

Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem auf ein Jahr bemessenen Bonus I sowie einem langfristigen, auf drei Jahre bemessenen Bonus II sowie aus zwei zusätzlichen Bonusoptionen zusammen, die an die Erreichung besonderer strategischer Unternehmensziele geknüpft sind.

Der erfolgsabhängige Bonus I wird vom Aufsichtsrat nach einer entsprechenden jährlichen Leistungsbeurteilung und nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Maßstab für den Bonus I sind die Geschäftsentwicklung der 4SC und der Erreichungsgrad vorab definierter individueller sowie allgemeiner Unternehmensziele. Diese Ziele betreffen unterschiedliche strategische Themen aus den Bereichen klinische Entwicklung, Business Development, Strategie, Investor Relations und allgemeines Management, die nach Prioritäten für die weitere Geschäftsentwicklung gewichtet werden.

Der Aufsichtsrat beschließt in seiner ersten Sitzung des folgenden Kalenderjahres über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus I ist zahlbar unmittelbar nach der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt. Zusätzlich zur Grundvergütung und zum kurzfristigen Bonus I erhält der Vorstand einen auf drei Jahre bemessenen langfristigen Gehaltsbestandteil (Bonus II), der eine nachhaltige Unternehmensentwicklung fördern soll. Der Bonus II basiert auf persönlichen und unternehmensspezifischen Zielen, die zu Beginn jedes Geschäftsjahres vom Vorstand vorgeschlagen und vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Anspruch auf Zahlung des Bonus II hängt davon ab, dass diese Ziele im Rahmen einer auf drei Jahre festgelegten Periode erreicht werden. Er ist hinsichtlich seiner Höhe betragsmäßig gedeckelt.

Der Aufsichtsrat entscheidet in seiner ersten Sitzung nach Ende der jeweiligen Zielerreichungsperiode über die Erfüllung der Ziele. Der Bonus II ist zahlbar unmittelbar nach Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung der dreijährigen Zielerreichungsperiode.

Als weiteren variablen Bestandteil erhält der Vorstand einen Bonus III für den Fall, dass die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb veräußert bzw. verschmolzen wird. Die Bonuszahlungen sind in diesem Falle prozentual an den jeweiligen Veräußerungserlös geknüpft, jedoch in der Maximalsumme auf 25 Mio. € gedeckelt. Bei einer unvorhersehbaren Veränderung der Sachlage kann der Aufsichtsrat den Bonus III angemessen begrenzen.

Einen Bonus IV erhält der Vorstand dann, wenn es zu einer Lizenzvereinbarung mit einem der 4SC-Produkte kommt. Die Bemessungsgrundlage für die Zahlungen stellen dabei die jeweiligen an die Gesellschaft zu leistenden Zahlungsflüsse bis zu einer möglichen Zulassung dieser Produkte dar. Der Bonus IV ist jedoch in Höhe von maximal 25 Mio. € gedeckelt.

Der Aufsichtsrat überprüft und entscheidet über die grundsätzliche Fortführung bzw. Änderung der Boni III und IV in einem Turnus von drei Jahren.

Aktienoptionen

Als weitere Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung nutzt das Unternehmen Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, sogenannte ESOP (Employee Stock Option Programme), an denen sowohl der Vorstand als auch alle Mitarbeiter partizipieren. Im Rahmen dieser Programme wurden an den Vorstand zuletzt im Jahr 2016 Aktienoptionen ausgegeben, die zum Bezug von 4SC-Aktien berechtigen. Detaillierte Informationen über den aktuellen Optionsbesitz sind im IFRS-Anhang 2017 im Kapitel 9.1 aufgeführt.

Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Loveridge sieht vor, dass im Falle eines Kontrollerwerbs durch einen Dritten und einer in diesem Zusammenhang stehenden Auflösung für die Restlaufzeit des Vertrags die Bezüge (Fixgehalt plus Bonus I & II) vollständig ausbezahlt werden, mindestens aber für eine rechnerische Restlaufzeit von sechs Monaten. Des Weiteren sind im Falle des Kontrollerwerbs und für die vertragsgemäße Beendigung des Dienstverhältnisses die Regelungen zum Verfall von Aktienoptionen für das Vorstandsmitglied aufgehoben, d. h. alle an den Vorstand bis zum eventuellen Trennungszeitpunkt ausgegebenen Aktienoptionen würden dem Vorstandsmitglied verbleiben – unabhängig von der Beendigung des Dienstverhältnisses. Darüber hinaus bestehen keine Leistungen an das Vorstandsmitglied nach Beendigung des Vertragsverhältnisses oder aus Anlass der Beendigung des Vertragsverhältnisses.

Im Hinblick auf die Einhaltung der Kodexempfehlungen zur Vorstandsvergütung wird auf die Erläuterungen in der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verwiesen.

Vorstandsvergütung für das Jahr 2017

Insgesamt erhielt der Vorstand der 4SC AG im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 539 T €. Eine detaillierte Aufstellung des individuellen Gehalts des Vorstands ist im IFRS-Anhang 2017 im Kapitel 9.1 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.

 Gewährte Zuwendungen
in Tausend Euro
Dr. Jason Loveridge
2016
(ab 21. Sep. 2016)
2017 2017
(Min)
2017
(Max)
 Festvergütung 94 340 340 340
 Nebenleistungen  0 0 0 0
 Summe  94 340 340 340
Einjährige variable Vergütung 11 33 0 40
Mehrjährige variable Vergütung
Aktienoptionsplan 2009 (Laufzeit 3 Jahre)
Aktienoptionsplan 2016 (Laufzeit 3 Jahre) 3 126 126 126
Langfristige Boni, Laufzeit 3 Jahre
  2013 – 2015 0 0 0 0
  2014 – 2016 0 0 0 0
  2015 – 2017 0 0 0 0
  2016 – 2018 0 20 0 20
  2017-2019 0 20 0 20
Summe 108 539 466 546
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 108 539 466 546

 

 

Zufluss für das Geschäftsjahr
in Tausend Euro
Dr. Jason Loveridge
2016
(ab 21. Sep. 2016)
2017
Festvergütung 94 340
Nebenleistungen 0 0
Summe 94  340
Einjährige variable Vergütung 0 13
Mehrjährige variable Vergütung
Aktienoptionsplan 2009
(Laufzeit 3 Jahre)
Aktienoptionsplan 2016
(Laufzeit 3 Jahre)
0 0
Langfristige Boni,
Laufzeit 3 Jahre
2013 – 2015
2014 – 2016
2015 – 2017
2016 – 2018  0 0
2017-2019 0
Summe 94 353
Versorgungsaufwand  0 0
Gesamtvergütung 94  353

Haftungsversicherung (D&O)

Die aktuelle D&O-Versicherung der Gesellschaft für den Vorstand enthält seit dem 1. Juli 2010 den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt. Hinsichtlich der Einhaltung der Kodexempfehlungen zur D&O-Versicherung für Aufsichtsräte wird auf die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG verwiesen.

Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

Der Vorstand der 4SC AG hielt zum 31. Dezember 2017 insgesamt 300.000 Aktienoptionen, die zum Bezug von 300.000 Aktien berechtigen.


Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erhält eine Festvergütung, da dies aus Sicht der Gesellschaft dazu führt, dass das Interesse des Aufsichtsrats auf eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet ist.

Festlegung der Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung des Aufsichtsrats beruht auf dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Juni 2016.

Höhe und Struktur

Die jährliche Grundvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied beträgt 18 T €, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats die doppelte Vergütung erhält, sein Stellvertreter die 1,5-fache. Die Mitgliedschaft in Ausschüssen honoriert das Unternehmen mit 5 T € pro Ausschussmitgliedschaft, wobei der Vorsitzende des jeweiligen Ausschusses das 1,5-fache erhält.

Aufsichtsratsvergütung für das Jahr 2017

Im Geschäftsjahr 2017 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 186 T €. Die Aufstellung über die individuelle Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist im Kapitel 9.2 des IFRS-Anhangs 2017 des 4SC-Geschäftsberichts zu finden.

Aktienbesitz der Aufsichtsratsmitglieder

Die Aufsichtsratsmitglieder der 4SC AG hielten zum 31. Dezember 2017 insgesamt 13.123 Aktien und damit einen Anteil in Höhe von 0,00% des Unternehmens.

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