Wissenschaft

Die Produktpipeline von 4SC umfasst mehrere vor allem epigenetische Krebsmedikamente, die sich in verschiedenen Phasen der präklinischen und klinischen Entwicklung befinden. 4SC konzentriert sich dabei auf attraktive Felder wie Krebsstammzellen und andere wichtige molekulare Signalwege, die zur Entstehung und Verbreitung von Krebs beitragen.

Internationales Wissenschaftliches Expertengremium

Unser Forschungsteam konzentriert sich darauf, Biomarker zu identifizieren, um spezifische Patientenpopulationen und Indikationen für eine erfolgreiche klinische Entwicklung unserer Produkte Resminostat, 4SC-202 und 4SC-208 zu definieren.
Dr. Roland Baumgartner | CSO

Epigenetik

Epigenetik – Änderungen jenseits des genetischen Codes

Max-Planck-Gesellschaft

Epigenetische Veränderungen beeinflussen den Aktivitätszustand von Genen und bewirken, dass diese vermehrt oder weniger stark abgelesen werden, verändern jedoch nicht die Erbinformationen in der DNA selbst. Durch diesen Mechanismus können differenzierte Zellen, wie zum Beispiel der Lunge, Nerven oder Haut, trotz identischer genetischer Informationen sehr unterschiedliche Funktionen ausüben.

Beim Übergang einer Zelle zur Krebszelle spielen epigenetische Veränderungen eine ebenso wichtige Rolle wie Genmutationen. Die Epigenetik beeinflussen zu können, ist für die Krebstherapie äußerst vielversprechend. Epigenetische Wirkstoffe wie Resminostat und 4SC-202 von 4SC können diese epigenetischen Modifikationen wieder rückgängig machen. So unterbrechen oder bekämpfen die epigenetischen Krebswirkstoffe den für die Krebsentstehung verantwortlichen Mechanismus und machen die Krebszellen für das körpereigene Immunsystem sichtbar oder empfänglicher für eine immuntherapeutische Krebsbehandlung.

Krebsstammzellen

Was ist eine Krebsstammzelle? (englisch)

Dr. John Dick, Canadian Stem Cell Foundation

Wie andere Stammzellen auch sind Krebsstammzellen multipotent. Das heißt, sie können sich selbst erneuern und neue, differenzierte Tumormassen bilden – sie sind wie „Wurzeln“ eines Tumors, die dessen nachhaltiges Wachstum sichern. Wenn sich Krebsstammzellen im Körper verbreiten entstehen Metastasen und somit neues Krebsgewebe.

Krebsstammzellen sind oft gegen Chemo- und Strahlentherapie resistent. Auch bei operativer Entfernung des Tumors werden oft einzelne Krebsstammzellen zurückgelassen, die im Blut zirkulieren. Daraus resultiert ein lebenslanges Risiko, dass der Tumor erneut ausbricht oder Metastasen entstehen. Um eine andauernde Remission zu erreichen, also den Tumor vollständig zu entfernen, müssen auch sämtliche Krebsstammzellen zerstört werden.

4SC ist davon überzeugt, dass 4SC-208 ein vielversprechender Wirkstoffkandidat auf dem Gebiet der Krebsstammzellen ist und beabsichtigt, mit der Substanz klinische Studien in relevanten Krebsindikationen durchzuführen.

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