Onkologie

Im Bereich Onkologie arbeitet die 4SC AG an der Erforschung und Entwicklung von innovativen Wirkprinzipien, die insbesondere die Langzeitüberlebensrate und die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern sollen.

Mit dem Ziel der Eliminierung von Krebs forscht die 4SC AG an neuen Wirkstoffen, die gegen die sogenannten Krebsstammzellen (engl. Cancer Stem Cells, CSC oder Tumour Initiating Cells, TIC) gerichtet sind. Krebsstammzellen sind Zellen, die sowohl Tumoreigenschaften besitzen als auch bestimmte Charakteristika von nicht malignen Stammzellen aufweisen. Hierzu zählen die Fähigkeit zur Selbsterneuerung und Differenzierung. Außerdem weisen Tumorstammzellen eine ausgeprägte Resistenz gegen konventionelle Therapieansätze wie z. B. die Strahlentherapie und die Behandlung mit den bekannten Zytostatika auf. Man geht heute davon aus, dass diese Zellen in der Lage sind, neue Tumoren zu initiieren, und somit für Metastasierung und Therapierückfälle verantwortlich sind.

Ein zweiter Schwerpunkt der onkologischen Forschung der 4SC AG liegt auf niedermolekularen Wirkstoffen, die sogenannte epigenetische Targets adressieren. Einige dieser Proteine katalysieren die chemische Modifikation von Chromatin; insbesondere wird durch Acetylierungen und Deacetylierungen von Histonproteinen die Genexpression in der Zelle reguliert. Resminostat (4SC-201) inhibiert wichtige zelluläre Histon-Deacetylasen (engl. histon deacetylases, HDAC). Damit können Krebszellen sehr effizient in den programmierten Zelltod getrieben werden. Vor allem Krebsstammzellen zeigen eine erhöhte Sensitivität gegenüber solchen Therapieformen.

Das dritte Standbein der onkologischen Forschung basiert auf der Entwicklung molekularer Therapiekonzepte im Bereich der Krebs-Immunotherapie. Vertreter dieser Wirkstoffklasse aktivieren die körpereigene Immunantwort und helfen bei einer Krebserkrankung, maligne Zellen aus dem Körper zu eliminieren. Als Wirkprinzip wird die Stimulation von sogenannten Toll-Like-Rezeptoren (engl. Toll-Like-Receptors, TLRs) durch niedermolekulare Aktivatoren genutzt. Diese Wirkstoffe induzieren die Ausschüttung körpereigener Entzündungsfaktoren (Zytokine) wie z. B. Interferon-alpha (INF-alpha) und Interleukin 6 (IL-6), die anschließend ihre anti-tumorale Wirkung entfalten können.

Unsere klinischen Programme

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